Gedanken zu meiner Arbeit
“Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes
Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.”
Friedrich Schiller
Ich verstehe Theater als ein ästhetisch bildendes Medium, als ein Erlebnis von Welt, wie auch als eine Reise zu sich selbst. Die Auseinandersetzung mit Rollen, Identitäten, Gefühlen und Geschichten geschieht im Hier und Jetzt und ist gleichzeitig auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst, den eigenen Emotionen, dem Körper, mit dem Leben an sich. Zudem bietet theatrales Handeln die Möglichkeit Lebenswirklichkeiten in der Darstellung zu Befragen sowie das Spiel mit Illusion und Utopie. Theater ist Kommunikation und ganzheitliches Lernen.
In meiner Theaterarbeit geht es mir darum, ...
... über anregende Erfahrungssituationen Neugierde zu wecken, also die Gier nach Neuem, Ungewöhnlichem, Überraschendem.
... Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und Perspektivwechsel anzuregen.
... nicht Wahrheiten zu vermitteln, sondern Potentiale frei zu legen.
... unbelastet zu spielen und im Spiel Ängste zu nehmen:
die Angst zu versagen
zu handeln
gesehen zu werden
nicht mit Druck umgehen zu können
sich an etwas zu erinnern
ein Risiko einzugehen
Kritik zu üben und anzunehmen
Verantwortung zu übernehmen
Unter diesem Gesichtspunkt stehen nicht Defizite oder Auffälligkeiten im Vordergrund, sondern Stärken, Ressourcen und Bedürfnisse.
Spiel und Übungsinhalte sind:
• Beziehungsaufnahme - zu anderen Kindern, zur Leitung
• Konfliktverhalten - in Spiel, Reflexion und Spielpausen
• Durchsetzungsvermögen
• Spielfähigkeit, Spielverhalten
• Konzentrationsfähigkeit - Ausdauer
• Schamängste - Spielangst, sich vor andern zeigen
• Rollenleben - Verständnis der Geschichte und Einfühlungsvermögen in die Rolle
• Motorik - fein bis grob
• Ausdrucksfähigkeit - Kommunikation (verbal, nonverbal)
• Abstraktionsvermögen
• Spontaneität - spontanes Handeln ohne Impuls von aussen
• Kreativität
• Musikalität, Rhythmusgefühl
• Besondere Fähigkeiten
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